Vernissage Fledermäuse-Ausstellung im Vadozner Huus in Vaduz am 30.April 2024

Fotos: René Güttinger

Zu den Fledermäusen fällt mir spontan eine wörtliche Zuordnung ein: sie sind faszinierend.

Was macht das Faszinosum aus? Es sind die einzigen Säugetiere, welche fliegen und sie besitzen eine Echortung. Weltweit spricht man von 1‘350 Arten und sie sind nach den Nagetieren die häufigste Säugetiergruppe. In Liechtenstein sind bisher 22 Fledermausarten nachgewiesen, fast gleich viele wie in ganz Deutschland. Das sind vielleicht nicht die aktuellsten Daten, weil die Artenzahl dank der genetischen Forschung wächst. Während die Artenzahl wächst, schwinden die Populationen. Warum? Sie kennen sicher die Aussage, dass man früher die Frontscheiben der Autos und die Abblendlichter ständig reinigen musste, weil zu viele Insekten am Glas klebten. Das ist heute nicht mehr nötig, die Insektenpopulationen als Futterbasis der Fledermäuse sind zusammengebrochen und damit ist auch diese Tiergruppe gefährdet.

In den Berichten der Botanisch-Zoologischen Gesellschaft Liechtenstein-Sarganserland-Werdenberg (BZG) berichtet Silvio Hoch als Leiter der Arbeitsgruppe Fledermausforschung über die neuen Erkenntnisse. Mit seinen Kollegen René Gerber und René Güttinger wirkt er im regionalen Verbund, was wichtig ist, da der Alpenrhein keine ökologische Barriere darstellt. In vier Arbeitsgruppen wird im Rahmen der BZG Herausragendes für den Artenschutz geleistet. Zu diesem «Geviert» gehören neben Silvio Hoch federführend Georg Willi mit seinem Ornithologischen Informationsdienst, Jürgen Kühnis für die Amphibien und Reptilien und Rainer Kühnis ist mit den Krebsen und neuerdings Muscheln. Deren stetes Wirken für die Sensibilisierung der Bevölkerung, in der Forschung wie in der Beratung, ist bewundernswert, ihr ehrenamtlicher Einsatz immens.

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